Dr. B. Alan Wallace

Eröffnungsrede: Was der Buddha mit „Achtsamkeit“ gemeint hat

Der Buddha erklärte die Bedeutung von „sati“ oder Achtsamkeit als die Fähigkeit des Erinnerns, mit der wir geboren werden. In der buddhistischen Praxis wird diese Fähigkeit in Rechte Achtsamkeit transformiert, die auf die Ausbildung heilsamer Eigenschaften und die Verminderung unheilsamer Eigenschaften gerichtet ist. Dies ist die Basis, Glück für sich selbst und für andere zu erreichen. Achtsamkeit spielt eine entscheidende Rolle in allen Bereichen der buddhistischen Praxis. In der Praxis der Ethik und im täglichen Leben stellt sie sicher, dass unser Verhalten nützlich ist.

 

In der Meditation wird sie verbunden mit Introspektion, um die Aufmerksamkeit so zu regulieren, dass sie klar und stabil ist. Bei der Kultivierung von Weisheit wird Achtsamkeit angewendet auf die genaue Untersuchung von Körper, Gefühlen, geistigen Zuständen und die Phänomene im allgemeinen, was zu einem Einblick in die grundsätzliche Natur der Existenz führt. Dies ist Buddhas „direkter Weg“ zur Befreiung, in dem direktes Wissen Unwissenheit und Verwirrung - die die Grundlage des Leidens sind – überwinden.

Dr. B. Alan Wallace

begann sein Studium des Tibetischen Buddhismus 1970 in Deutschland. Seit 1976 unterrichtet er buddhistische Meditation und Philosophie weltweit und übersetzte für zahlreiche tibetische Gelehrte, u.a. für S.H. den Dalai Lama. Nach einem Studium der Physik und Philosophie am Amherst College (1987), promovierte er im Fach Religionswissenschaften an der University of Stanford, Kalifornien. Er ist der Gründer und Präsident des Santa Barbara Institute for Consciousness Studies und Direktor und Vorsitzender des Phuket International Academy Mind Centre in Thailand. Er ist  Autor und Übersetzer zahlreicher Bücher, u.a. „Die Achtsamkeitsrevolution“, Barth Verlag 2008