Prof. Dr. Eva Neumaier

Mind und Achtsamkeit in den buddhistischen Traditionen Ostasiens

Achtsamkeits-Meditation ist eine zentrale Praxis in der Theravada-Tradition. Mit Ausbreitung des Buddhismus in den ostasiatischen Ländern erfuhren die ursprünglichen Konzepte wie Achtsamkeit bestimmte Veränderungen, um sich bereits vorhandenen intellektuellen und spirituellen Diskursen anzupassen. Indien hatte eine lange Tradition der Philosophie des Geistes. Die zahlreichen Sanskrit-Begriffe für mind („Geist“) bezeugen diese Tatsache.

 

In Ostasien war die Entwicklung eine andere. Damit die wichtigsten Konzepte von gebildeten Chinesen verstanden werden konnten, erhielten Begriffe wie „mind“ und „Achtsamkeit“ in der Ch’an (Zen) Tradition Ostasiens eine neue Bedeutung. Die Referentin untersucht die Rolle und Bedeutung von mind und Achtsamkeit in diesem ostasiatischen Kontext.

Prof. Dr. Eva K. Neumaier

studierte Indologie und Tibetologie an der Ludwig-Maximilians Universität München. Nach ihrer Promotion und Habilitation (1966/1976) und einem Forschungsaufenthalt in Ladakh (1978-1979) erhielt sie einen Ruf als Professorin für Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Buddhismus und Tibet an díe University of Calgary, Kanada (1981-1990). 1991 wechselte sie an die University of Alberta, Edmonton, Kanada, wo sie bis zu ihrer Emeritierung (2003) als Professorin und Institutsleiterin tätig war. Von 2004 bis 2005 besetzte sie den Numata Chair for Buddhist Studies an der University of Calgary. Zuletzt war sie am Institut für Indologie und Tibetologie der Universität München als Lehrbeauftragte (2008-09) tätig.