Dr. Sara W. Lazar

Meditation und Neuroplastizität

Die Referentin berichtet über die Arbeit ihres Labors, das MRI (Magnet-Resonanz-Tomografie) benutzt, um die neuronale Basis von Achtsamkeit und Meditation zu erforschen. Sie stellt Daten aus zwei Forschungsprojekten vor, die identifizieren sollen, wie die Achtsamkeitsmeditation die neuronale Funktion und Struktur beeinflusst und wie sich solche Änderungen langfristig auf physische und psychologische Gesundheit und Wohlergehen auswirken.

 

Die erste Versuchsreihe vergleicht mehrere erfahrene Achtsamkeits-Praktizierende mit iner Kontrollgruppen. Die zweite Versuchsreihe untersucht den Einfluss von MBSR (Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung) auf gesunde, aber gestresste Personen. Die neurologischen Ergebnisse aus beiden Versuchsreihen werden in Bezug auf Verhaltensmaßnahmen diskutiert. Dabei kommen die Wirkungen der Anwendung von Meditation als eine „Körper-Geist“-Intervention ebenfalls zur Sprache.

Dr. Sara W. Lazar

arbeitet als  Neurowissenschaftlerin in der Psychiatrie des Allgemeinen Krankenhauses von Massachusetts und unterrichtet Psychologie an der medizinischen Fakultät der Universität Harvard. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der neuronalen Mechanismen im Zustand der Meditation.

 

Ihre Forschung zielt sowohl auf die klinische Anwendung als auch auf die Stärkung und den Erhalt von Gesundheit und Wohlergehen gesunder Menschen. Ein Hauptinteresse ihrer Arbeit ist der Frage gewidmet, wie Yoga und Meditation die Gehirnstrukturen beeinflussen und wie gegebene Veränderungen wiederum das Verhalten bestimmen. Lazar praktiziert seit 1994 Yoga und Aufmerksamkeitsmeditation und ist Vorstandsmitglied des Instituts für Meditation und Psychotherapie.