Prof. Dr. Stefan Schmidt

Achtsamkeit bei chronischen Schmerzen

Erkenntnisse aus klinischen Studien

Die Übertragung der Praxis und des Konzeptes der Achtsamkeit in die westliche Gesellschaft wird neu überdacht. Ist Achtsamkeit, wie sie in den alten buddhistischen Traditionen praktiziert wird, noch mit ihren modernen Ausdrucksformen in der westlichen Welt verträglich? Interessant ist hier die Integration von Achtsamkeit in die Wissenschaft. Der Vortrag zeigt dies anhand von drei klinischen Studien auf, in denen chronische Schmerzpatienten, die an Fibromyalgie, Rückenschmerz oder Migräne litten, durch achtsamkeitsbasierte Interventionen behandelt wurden.

 

Bei den meisten Patienten verbesserten sich die spezifischen Schmerzsymptome nur leicht, aber die Parameter für allgemeine Lebensqualität und psychologische Funktionsfähigkeit verbesserten sich merklich. Diese Ergebnisse zeigen, dass achtsamkeitsbasierte Interventionen das Leiden verringern und die Fähigkeit stärken, mit problematischen Situationen umzugehen.

Prof. Dr. Stefan Schmidt

studierte Psychologe und promovierte 2002 an der Universität Freiburg. Er ist Leiter der wissenschaftlichen Sektion der komplementär-medizinischen Evaluationsforschung am Universitätsklinikum Freiburg. Er leitet u.a. die Forschungsgruppe für Meditation, Aufmerksamkeit und neurowissenschaftliche Forschung am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg.

 

Seit 2009 ist er Heymans Professor for Exceptional Experiences an der University for Humanistics in Utrecht (Niederlande). Schmidt führt seine Untersuchung an der Schnittstelle von Gesundheit, Spiritualität und Bewusstsein auf unterschiedlichster Methodengrundlage durch. Seine Forschungsschwerpunkte sind Aufmerksamkeit und Gesundheit, Meditationsforschung, Komplementär- und Alternativmedizin und die psychologische Intervention.