S.H. der Dalai Lama

 

Der 14. Dalai Lama ist nicht nur das Oberhaupt der Tibeter, sondern auch ein weltbekannter spiritueller Lehrer und ein Botschafter des Friedens. Er durchlief schon als Kind eine mönchische Ausbildung und erhielt von den besten Lehrern Tibets eine umfassende Schulung in buddhistischer Philosophie und Meditation.
Mit fünfzehn Jahren wurde er zum geistigen und weltlichen Oberhaupt Tibets ernannt. Kurz darauf marschieren chinesische Truppen in Tibet ein.

 

1959 flüchtet der Dalai Lama nach Indien, wohin ihm rund hunderttausend Tibeter folgen. Aus dem Exil versucht der Dalai Lama auf vielen Wegen, das Los der Menschen in seiner Heimat Tibet zu verbessern und die Demokratisierung der tibetischen Gesellschaft im Exil voranzutreiben. Im indischen rief er eine Exilregierung ins Leben mit einem Exilparlament, einem Kabinett und anderen demokratischen Institutionen. Im Juli 2001 schränkte S.H. der Dalai Lama seine eigene Macht ein: Auf sein Betreiben hin wählten die Exiltibeter mit Professor Samdhong Rinpoche ihren ersten Premierminister.

Im Westen wird S.H. der Dalai Lama 1989 berühmt, als er für sein Bemühen um eine gewaltlose Lösung des Tibetproblems den Friedensnobelpreis erhält. Seit 1973 bereist der Friedensnobelpreisträger die westliche Welt und wird von Regierungschefs empfangen. Er wird regelmäßig in den Westen eingeladen, um vor Tausenden Besuchern die buddhistische Lehre darzulegen.