Nicholas van Dam

Fortschritte und Hindernisse beim Erforschen der Achtsamkeit

Die Forschung im Bereich der achtsamkeitsbasierten Interventionen bei medizinischen, psychologischen und psychosomatischen Störungen hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen. Der Vortrag untersucht, was wir über die Effizienz der achtsamkeitsbasierten Interventionen bei verschiedenen Störungstypen wissen und was wir daraus im Hinblick auf den Stand der Achtsamkeits-Forschung schließen können: Wie solide ist die Forschung methodologisch und konzeptionell? Könnte das wachsende Bemühen, Achtsamkeit zu Gesundungszwecken auszuwerten, ein gewisses Risiko für die korrekte Bewertung der Ergebnisse in sich bergen?

 

Achtsamkeits-Forschung soll unter dem Gesichtspunkt der Entkoppelung der Achtsamkeit von ihrem buddhistischen Ursprung wie auch ihrer Neuverortung in westlich-psychologische Paradigmen diskutiert werden. Schließlich werden mit Blick auf die ursprünglich buddhistische Achtsamkeitspraxis einige Ergebnisse präsentiert, die viel versprechend sind: Sie deuten darauf hin, dass die achtsamkeitsbasierte Intervention eine brauchbare Methode im Umgang mit den Launen des Lebens ist, oft bekannt als chronische Störungen.