Alan Senauke

Achtsamkeit und Engagement gehören zusammen

Vor zwanzig Jahren las ich diese Worte von Thich Nhat Hanh: „Achtsamkeit muss engagiert sein. Sobald Sehen da ist, muss Handeln da sein. Was wäre sonst der Sinn des Sehens? Wir müssen uns der wirklichen Probleme der Welt bewusst sein.“ Das einzigartige Werkzeug der Achtsamkeit erlaubt uns, das unmittelbar vor uns Liegende wirklich wahrzunehmen.

Manchmal sehen wir scharf und von ganz nah, manchmal weniger scharf und von ganz fern. Jedoch ist alles, was in unseren Blick fällt, miteinander verbunden und verflochten; im Gewebe des Universums greift alles ineinander. Deswegen ist Achtsamkeit eine Frage der Verantwortung. Wie wir Achtsamkeit auf diese Weise betrachten können und wie wir dies in unseren Tempeln, Schulen, Institutionen und der ganzen Gesellschaft kommunizieren können, ist die tägliche Arbeit im Buddhismus.

Hozan Alan Senauke

ist ein buddhistischer Priester in der Tradition des Soto Zen von Shunryu Suziki Roshi. Er ist stellvertretender Abt des Berkeley Zen Center, wo er mit Frau und Famile wohnt. Alan Senauke ist Begründer des Projekts „Klares Sehen“ (Clear View), das im Buddhismus begründete Hilfsmittel entwickelt, um soziale Abhilfe und Wandel zu ermöglichen. In den letzten Jahren, hat Klare Sicht Indiens ehemalige Unberührbare Buddhisten unterstützt sowie Burmesische Mönche und Nonnen in ihrem Bestreben nach mehr Demokratie.

Von 1991 bis 2001 war er geschäftsführender Direktor der Buddhist Peace Fellowship und ist dort immer noch im Beirat aktiv. Alan ist auch ein Mitglied im Sachverständigen-Beirat des Internationalen Netzwerkes Engagierter Buddhisten. Sein jüngstes Buch ist The Bodhisattva’s Embrace: Dispatches From Engaged Buddhism’s Front Lines, veröffentlicht bei Clear View Press undefinedwww.clearviewproject.org. In einem anderen Bereich war Alan nahezu 50 Jahre ein gründlicher Student und ausübender Künstler der traditionellen, amerikanischen Musik.