Stimmen zum Kongress

Ein Raum, in dem wir alle wirklich bereit sein können, Fragen zu stellen

„Dies war ein außergewöhnlicher Kongress, dessen hervorstechendstes Merkmal die Professionalität ist. Sowohl die Vertreter des Buddhismus als auch die Fachleute aus den Bereichen Neurowissenschaft, Psychologie und Erziehung waren alle hoch qualifiziert. Was diesen Kongress so besonders macht, ist die große Bandbreite von Methoden und Sichtweisen auf ein und dasselbe Thema: Achtsamkeit.

    Was ich sehr spannend fand, war der besondere Grad an Offenheit der Experten aus dem Bereich der Neurowissenschaften. Das eröffnet einen Raum, in dem wir alle wirklich bereit sein können, Fragen zu stellen. Denn hier werden gängige Annahmen untersucht, die bisher noch nie einem Test unterzogen wurden, weder von buddhistischer noch von wissenschaftlicher Seite aus.“

Alan Wallace, USA

Kompakte Informationen auf sehr hohem Niveau!

"Bei der Diskussion von Neurowissenschaftlern und Kontemplierenden wurde deutlich, dass es zwischen diesen beiden Gruppen deutlich hörbar knirscht. Trotzdem war es möglich, unvereinbare Ansichten nebeneinander stehen zu lassen.
Ich nehme als große Inspiration vom Kongress mit, dass es wichtig ist, für eine bessere Welt, für das Glück aller Menschen zu arbeiten. Dabei können wir buddhistische Erkenntnisse und Methoden, losgelöst vom religiösen Bezug, auch in den weltlichen Disziplinen, zum Beispiel den Wirtschaftswissenschaften anwenden.“

Beate Ludwig, Unternehmerin, Hamburg

Reiche Mischung aus Wissenschaftlern und Praktizierenden

"Ich habe den Kongress sehr genossen. Besonders interessant fand ich, dass es bei den rund 30 Vortragenden eine reiche Mischung aus Wissenschaftlern und Praktizierenden gab. Das ist ausgesprochen ungewöhnlich. In den USA findet man solche Dialoge nicht. Ich habe diese Art Engagement und Diskussion, wie wir sie hier in Hamburg vor einem sehr interessierten Publikums erleben durften, als sehr bereichernd empfunden. Am meisten geschätzt habe die Bereitschaft zum Dialog.   

Der Kongress hat mein Verständnis von der Bedeutung von Achtsamkeit erweitert und vertieft, es wird auch sicherlich die Art und Weise bereichern, in der ich lehre. Wenn ich in Zukunft Unterricht gebe über die vier Grundlagen der Achtsamkeit, werde ich mich wieder mehr auf die Theravåda-Perspektive beziehen, gegründet in Satipatthåna-Sutra."

Hozan Alan Senauke Roshi, Vizeabt des Berkeley Zen Centers, USA

Schnittstelle zwischen Fachleuten und Laien

"Der Kongress gab uns die großartige Gelegenheit, die Methode der Achtsamkeit vorzustellen – an der Schnittstelle zwischen ganz unterschiedlichen Fachleuten und Laien.  Normalerweise findet ein solcher Austausch zwischen Experten und der Allgemeinheit im akademischen Bereich statt, und auch der Austausch zwischen Experten unterschiedlicher akademischer Disziplinen ist so nicht üblich. Der Kongress hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Fachleute ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen und auch Feedback von ihr bekommen. So können alle dazulernen.    

Ich habe mit Teilnehmern gesprochen, die extra angereist waren, zum Beispiel aus Österreich oder Großbritannien, darunter auch so genannte Leistungsträger der Gesellschaft, einer zum Beispiel war Kinderarzt. Das, was diese Menschen hier hören und lernen, wird mit Sicherheit wieder zurück in die Gesellschaft getragen. Das ist sehr wichtig.“

 

Venerable Huimin, Präsident des Dharma Drum Buddhist College, Taiwan

Freude und viele Gedankenanstöße

„Ich nehme vom Kongress vor allem Freude und viele Gedankenanstöße mit. Alan Wallace fand ich herausragend, da er traditionelle Methoden so vermittelt, dass sie besonders für Westler zugänglich und angenehm zu üben sind. Der Satz: „Stress kommt nicht von außen, sondern von der inneren Einstellung“ hat mich nachdenklich gemacht. Der Workshop mit Bhikkhu Anālayo, „Sich selbst schützen und andere schützen“ klingt immer noch bei mir nach. Jetzt gilt es, das Plädoyer S.H. des Dalai Lama für eine säkulare Ethik umzusetzen!"


Bhiksuni Thubten Choedroen, Tibetisches Zentrum Hamburg