Dr. Peter Malinowski

Wie fördert Achtsamkeitspraxis positive psychologische Veränderungen?

Eine zunehmende Zahl von Studien bestätigt die Wirksamkeit der achtsamkeitsbasierten Meditation und allgemein der achtsamkeitsbasierten Intervention für die Linderung verschiedener psychologischer Probleme und chronischer Krankheiten. Dennoch ist das Verständnis der zugrunde liegenden psychologischen Vorgänge, die positive Änderungen bewirken, noch immer begrenzt.

 

Die vom Referenten selbst durchgeführten Studien konzentrieren sich gegenwärtig auf die Rolle von Gewohnheitsdenken und dessen Zusammenspiel mit emotionalen Regelmechanismen. Sie erklärt in Übereinstimmung mit einigen theoretischen Annahmen die Entwicklung von Achtsamkeit unter dem Gesichtspunkt eines prozessorientierten Ansatzes. Es steht nicht die Frage im Mittelpunkt, welche Gedanken, Emotionen und physische Empfindungen erfahren werden, sondern wie sie erfahren werden. Das Ziel des Vortrags besteht darin, diesen  theoretischen Rahmen vorzustellen.

Dr. Peter Malinowski

ist Dozent in Psychologie und Kognitionswissenschaften an der John Moores-Universität in Liverpool und erfahrener Meditationslehrer in der Karma.Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus. Schwerpunkt seiner Tätigkeit am Zentrum für Kognitionswissenschaften an der Universität Liverpool ist die Meditationsforschung aus der Perspektive der Psychologie.

 

Dr. Malinowkis studierte Psychologie in Braunschweig und promovierte an der Universität Konstanz. Nach zwei Jahren am Zentrum für kognitive Neuro-Wissenschaften der Universität Liverpool nahm er seine jetzige Stellung an. Er integriert psychologische und neurophysiologischen Dimensionen. Seine Forschungen zielen auf das Verständnis der Vorgänge ab, die der Meditationspraxis zugrunde liegen. Er untersucht sowohl die Veränderungen während der Meditation als auch die langanhaltenden Veränderungen im Charakter, die durch Meditationen über einen langen Zeitraum hinweg zu beobachten sind.