Prof. Dr. Josef Keuffer / Dr. Jürgen Elsholz

Zur Anwendung und Erforschung des Achtsamkeitskonzepts in pädagogischen Kontexten

Achtsamkeitsübungen werden in pädagogischen Kontexten und zunehmend auch in deutschen Schulen eingesetzt. Auch wenn die Auswirkungen der „Achtsamkeits-Revolution“ (A. Wallace) auf pädagogische Prozesse noch nicht hinreichend erforscht sind, so ist doch bereits jetzt zu erkennen, dass Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Erzieher von den klaren Anweisungen auf dem Übungsweg zur Schulung eines ruhigen und achtsamen Geistes erheblich profitieren können.

Der Vortrag wird sich damit befassen, welche Definition von Achtsamkeit in der Pädagogik gewählt wird bzw. gewählt werden sollte. Übungen der Achtsamkeit können in Schule und Hochschule unabhängig von Weltanschauung und religiösem Kontext als sehr effiziente salutogenetische Methoden verstanden und ihre potentiellen Wirkungen für vielfältige Aspekte der menschlichen Entwicklung genutzt werden. Im Vortrag sollen mögliche Kriterien für den Einsatz von Achtsamkeitsmethoden vorgestellt werden. Dabei wird auch über Erfahrungen und Ergebnisse aus einem Bielefelder Forschungsprojekt berichtet.

Prof. Dr. Josef Keuffer

Josef Keuffer, Prof. Dr. phil., hat Geschichte, Deutsch und Erziehungswissenschaft studiert. Erstes Staatsexamen für die Sekundarstufe II/I (1989). Promotion in Erziehungswissenschaft mit der Arbeit „Buddhismus und Erziehung – eine interkulturelle Studie zu Tibet aus erziehungswissenschaftlicher Sicht“ (1991). Studienreferendariat und Zweites Staatsexamen (1992). 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (1993-1994). Wissenschaftlicher Mitarbeiter (1994-1999) und Geschäftsführender Leiter (1996-1999) des Zentrums für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Referent für Lehrerbildung in der Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg (1999-2002). Ernennung zum Wissenschaftlichen Direktor im Verwaltungsdienst (2001).

 

Habilitation am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und Erteilung der Lehrbefugnis für das Lehrgebiet Schulpädagogik (2003). Seit 2004 Professor (C4) für Schulpädagogik und Wissenschaftlicher Leiter des Oberstufen-Kollegs des Landes Nordrhein-Westfalen an der Universität Bielefeld. Arbeitsschwerpunkte: Oberstufe, Lehrerbildung, Bildungsgangdidaktik, Schul- und Unterrichtsforschung, Interkulturelles Lernen (Asien).

 

Dr. Jürgen Elsholz

Jürgen Elsholz, Dr. phil., geb. 1974, hat Erziehungswissenschaften studiert. Promotion in Erziehungswissenschaft mit der Arbeit „Grundlagen einer integralen Bildungskonzeption“ (2009). Akademischer Rat an der Fakultät für Erziehungswissenschaft Bielefeld in der Arbeitsgemeinschaft für Schulentwicklung und Schulforschung. Arbeitsschwerpunkte: Lehre und Forschung zu Förderung der Aufmerksamkeit und Erwerb sozialer Kompetenzen.