Prof. Ph.D. Jay Garfield

Achtsamkeit, Ethik und wie wir die Welt verändern

Buddhistische Ethik ist auf moralischer Phänomenologie begründet. Ethische Praxis zielt darauf, unsere Erfahrung von uns selbst, der Welt und unserer Stellung darin zu transformieren. Diese Transformation bedarf der Achtsamkeit, die daher eine entscheidende Rolle in der Herausbildung der Ethik und in der Entwicklung eines ethischen Bewusstseins und Verhaltens spielt. Achtsamkeit schließt die Lücke zwischen guten Absichten und Verhalten.

Erst die Achtsamkeit ermöglicht, dass wir auch in Übereinstimmung mit unseren höchsten ethischen Werten und Zielen handeln. Achtsamkeit ist die Basis für Engagierten Buddhisten und dafür, soziale und politische Verantwortung zu übernehmen und sich dabei an buddhistischen Idealen auszurichten. Engagierter Buddhismus bedeutet, Achtsamkeit auf all unsere sozialen, politischen und ökonomischen Beziehungen auszuweiten und ethisch verantwortlich zu handeln.

Prof. Ph.D. Jay Garfield

ist Doris Silbert Professor der Geisteswissenschaften und Professor für Philosophie  am Smith College/ Northampton, an der Universität von Massachusetts, der Melbourne University, und er ist außerordentlicher Professor für Philosophie an der Central University of Tibetan Studies in Sarnath, Indien.

Er unterrichtet und forscht auf dem Gebiet der Philosophie des Geistes, den Erkenntniswissenschaften, der Logik, Sprachphilosophie, Buddhistischen Philosophie, kulturübergreifenden Hermeneutik, theoretischer und angewandter Ethik und Epistemologie. Er ist Autor zahlreicher Bücher über westliche und buddhistische Philosophie, u.a. von Empty Words: Buddhist Philosophy and Cross-Cultural Interpretation (OUP 1996).