Dr. Ulrich Ott

Atmung, Gefühl, Gleichmut und das Gehirn

Meditation trainiert den Geist. Jede Art geistigen Trainings hängt von der Aktivierung von Gehirnregionen ab, die zur Konzentration, Wahrnehmung, Erinnerung, Kontrolle und Regulierung von Handlungen  notwendig sind. Aufgrund der Plastizität des Gehirns, bewirkt jede Art geistigen Trainings Veränderung in dessen Strukturen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die geläufigen Achtsamkeitspraktiken und deren zugrundeliegende neuronale Basis:

 

Welche Hirnstrukturen sind in die achtsame Beobachtung des Atems einbezogen? Welche Hirnstrukturen sind beim systematischen  Wahrnehmen von Körperempfindung und im Entwickeln von Gleichmut aktiv? Der Vortrag präsentiert  empirische Beweise für strukturellen Wandel im Gehirn von Meditierenden. Er behandelt darüber hinaus die Anwendung von Achtsamkeit im Bereich der Psychotherapie, Stressprävention, Erziehung und Arbeit sowie deren Relevanz für die Entwicklung einer neuen Bewusstseinskultur in der modernen Gesellschaft.

Dr. Ulrich Ott

studierte Psychologie (Diplom) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main und schloss 2000 seine Dissertation über „Merkmale der 40 Hz-Aktivität im EEG während Ruhe, Kopfrechnen und Meditation“ ab. Von 1998 bis 2005 arbeitete er als Forscher im Projekt „Psychophysiologie veränderter Bewusstseinszustände: Rhythmische Trance-Induktion“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

Seit 2005 ist er am Freiburger Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg im Breisgau angestellt. Zudem arbeitet er am Bender Institute of Neuroimaging der Justus-Liebig-Universität (undefinedwww.bion.de). Er widmet sich  der Untersuchung meditativer und veränderter Bewußtseinszustände auf der Grundlage der Methode der funktionellen Magnetresonanztomographie.